Critical Mass – Für ein fahrradfreundliches Hagen!

Kurz und knapp:

Nach zweieinhalb Jahren regelmäßiger CM in Hagen kann zur Zeit die CM aufgrund der Einschränkungen wegen der Corona-Virus-Gefahr nicht in gewohnter Form stattfinden. Stattdessen wurde eine DCM, eine "decentralized critical mass" ins Leben gerufen und erfolgreich durchgeführt.

Corona-Zeiten?

Zeiten für die Verkehrswende!

Mehr Rad wagen!

Seit Jahren, genau: seit August 2017, findet – wie in zahlreichen Städten in der ganzen Welt – auch in Hagen einmal im Monat die „Critical Mass“ statt.
„Critical Mass bedeutet „kritische Masse“, damit ist ursprünglich die Menge von Personen gemeint , die notwendig ist, um in einem größeren System nachhaltig etwas zu verändern.

Bei der Aktionsform „Critical Mass“ treffen sich 16 oder mehr Radfahrende, um mit einer gemeinsamen, nicht organisierten Radfahrt z.B. durch die Innenstadt oder entlang großer Verkehrsachsen durch die schiere Menge an Teilnehmer*innen auf den Radverkehr als gleichberechtigten Teil des gesamten Verkehrsaufkommens aufmerksam zu machen.

Nach zweieinhalb Jahren regelmäßiger CM in Hagen kann zur Zeit die CM aufgrund der Einschränkungen wegen der Corona-Virus-Gefahr nicht in gewohnter Form stattfinden.
Als Einzelperson oder als Paar ist aber Radfahren natürlich weiterhin möglich. Tatsächlich hat auch in Hagen der Radverkehr erkennbar zugenommen – die Fahrradfreundlichkeit Hagens aber leider bisher nicht!

Dabei ist gerade in der heutigen „Corona-Zeit“ es wichtig, die Notwendigkeit einer Verkehrswende – weg vom motorisierten Individualverkehr, hin zu nachhaltigen und zukunftsorientierten Verkehrsmitteln – in der Öffentlichkeit zu präsentieren und für einen schnellen Wechsel einzutreten!
Alle Statistiken der letzten Wochen zeigen, dass der ÖPNV wahrscheinlich der große Verlierer der Corona-Krise sein wird: Die Fahrgastzahlen sind eingebrochen (um 75% bis 90%!) und die Einschränkungen des Fahrtenangebotes – mit seiner Folge der weiterhin vollen Busse – wird die Angst der Bürger vor Ansteckung noch verstärken.
Es besteht die große Gefahr, dass – gerade in Hagen – sich viele Bürger zum eigenen Schutz wieder in ihren privaten Panzer zurückziehen werden: ihr Auto.

Gerade heute gilt daher: Das Rad ist die beste Alternative zum Auto!
Dafür muss aber intensiv geworben werden – auch und gerade in Zeiten von Corona, auch und gerade in Hagen.
So wurde der Gedanke einer DCM, einer „decentralized critical mass“ ins Leben gerufen:
Alle, die normalerweise gerne an der CM teilgenommen hätten, sind in den Zeiten der DCM nunmehr aufgefordert, ihre Fahrradfahrt durch Hagen einzeln oder zu zweit durchzuführen, und dabei Fotos zu machen, gerne auch mit Plakaten, die auf das grundsätzliche Ziel der CM hinweisen: „Für ein fahrradfreundliches Hagen“.

 

Die DCM war ein großer Erfolg. Wir wissen von mehr als 50 Teilnehmer*innen, und viele TN haben uns ihre Tourdaten geschickt (jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin an der DCM konnte uns nach seiner Tour die GPS-Daten der Tour einsenden.)

Die nächste DCM ist bereits anvisiert: Sie soll in Hagen in der Zeit vom 29. Mai bis zum 12. Juni durchgeführt werden. Wer sich an dieser Aktion mit Fotos oder Tourdaten beteiligen möchte: Meldet Euch über Facebook an!  

Im folgenden hier nun ein paar der Fotos, die während der letzten DCM entstanden sind und von den Teilnehmenden in Facebook unter dem hashtag #dcmha gepostet wurden.
Viele Teilnehmer*innen sprachen sich in ihren Kommentaren explizit gegen die Versuche der Autoindustrie aus, staatliche Förderung in Form einer erneuten Abwrackprämie zu erpressen, viele wiesen auch auf Mängelsituationen für Radfahrer*innen im Hagener Stadtgebiet hin.

Aus den eingesandten Tourdaten hat Kevin ein Video erstellt, das die Radfahrenden auf ihren Wegen durch die Stadt illustriert … (Danke an Kevin für die hervorragende Arbeit!)

Eine Video-Darstellung der DCM vom 28. April bis zum 8. Mai:
Die Routenverläufe von Mitfahrenden aus Hagen und Umgebung.
Creator: Kevin Arutyunyan 

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